Die Wissenschaft vom Wechselstrom hat es in sich; sie erfordert besondere Aufmerksamkeit, denn der Teufel steckt im Detail. Angesichts des großen Anstiegs von über die Luft und in Stromleitungen übertragenen Funksignalen in Kombination mit überbeanspruchten Versorgungsleitungen und den ständig wachsenden Anforderungen durch High-Definition-Audio/Video-Geräte stellt unser Stromnetz mehr oder weniger eine veraltete Technologie dar.
Beim Wechselstrom (Alternating Current: AC) arbeiten wir immer noch mit einer hundert Jahre alten Technologie, die für Glühlampen und Elektromotoren geschaffen wurde – einer Technologie, die mit Sicherheit nie dafür gedacht war, die hochentwickelten analogen und digitalen Schaltkreise in aktuellen Audio/Video-Systemen zu versorgen. Um den Möglickeiten der aktuell ständig wachsenden Bandbreiten und dem immer größeren Dynamikumfang gerecht zu werden, ist es erforderlich, Störungen über einen breiten Frequenzbereich auf ein Minimum zu reduzieren.
Außerdem werden Leistungsverstärker heutzutage bereits bei geringen Lautstärken mit unmittelbaren Stromspitzen-Anforderungen belastet. Zwar konnten wir bei unserer Audiosoftware eine erhebliche Vergrößerung des Dynamikumfangs verzeichnen; die Lautsprecher, die wir für ihre Wiedergabe verwenden, sind jedoch häufig nicht effizienter, als sie es bereits vor zwei oder vier Jahrzehnten waren. Dies stellt große Anforderungen an die Stromversorgung eines Verstärkers, ebenso wie an die Netzstromquelle, die diesen beliefert.
Die empfindlichen Bauteile unserer Komponenten benötigen besseren Wechselstrom – eine Tatsache, die eine Reihe von Netzstromfilter-, Trenntrafo-, regenerative Verstärker- und batteriegetriebene Back-up-Topologien hervorgebracht hat. Durch spezifische Stichproben und Spektralanalyse kann bewiesen werden, dass bis zu einem Drittel eines hochaufgelösten Audiosignals (bei niedrigem Pegel) verloren gehen kann, überdeckt oder stark verzerrt wird durch die großen Mengen von Rauschen in den Netzstromleitungen, über die unsere Komponenten versorgt werden. Diese Störungen gelangen in die Signalschaltung und verzerren und/oder verfälschen über die Masse dauerhaft das Quellsignal.
In Anbetracht dessen, was auf dem Spiel steht, verdient jede ernsthafte Anstrengung, die unternommen wird, um dieses Problem zu lösen, Anerkennung.
Ist das AV-Signal erst einmal verloren, dann für immer ...
Bei AudioQuest äußert sich der Respekt vor dem Quellmaterial niemals nur im Einsatz von „audiophilen Premiumbauteilen“ oder einer proprietären Technologie – eine häufige Vorgehensweise in unserer Community. Seit Jahren beobachten wir die immer gleichen, anscheinend endlosen audiophilen Debatten: Röhren vs. Transistoren, analog vs. digital, machen Kabel wirklich einen Unterschied?, und so weiter, und so fort. Wir könnten zwar ebenfalls auf unsere zahlreichen einzigartigen Technologien verweisen, jedoch haben wir erkannt, dass echte Audio/Video-Optimierung niemals nur Sache eines speziellen Geheimnisses oder einer exotischen Schaltung ist. Wenn es um das Herausfiltern von Störungen im Netzstrom geht, kann man mit verschiedenen Ansätzen sinnvolle Ergebnisse erzielen. Diese Ansätze können jedoch zu Ringing, Stromkompression und nichtlinearen Verzerrungen führen, sodass die Medizin letztlich schlimmere Auswirkungen hat als die eigentliche Krankheit.
Der Niagara 3000 ist mit unserem patentierten AC-Ground-Noise-Dissipation-System, dem branchenweit über die größte Bandbreite linearisierten Stromfilter und unserer einzigartigen passiven/aktiven Leistungsspitzenkorrekturschaltung ausgestattet. Mit seinem sofort verfügbaren Stromreservoir von mehr als 55 Ampere in der Spitze ist der Niagara 3000 speziell für aktuelle stromhungrige Leistungsverstärker entwickelt. Viele Netzstromprodukte mit „Hochstromausgängen“ minimieren die Stromkompression lediglich – der Niagara 3000 hingegen korrigiert sie.
Es ist zwar einfach, eine bestimmte Technologie zu propagieren, aber es ist etwas völlig anderes, eine dauerhafte, ganzheitliche und zweckmäßige Lösung zu erschaffen, die auf nachprüfbarer Wissenschaft beruht. Es genügt nicht, Wechselstromleitungsstörungen und die damit verbundenen Verzerrungen bei nur einer Oktave zu reduzieren und so die angrenzenden Oktaven und Partialtöne den Resonanzspitzen oder unzureichender Rauschminderung zu überlassen. Konsistenz ist der Schlüssel. Wir sollten es niemals akzeptieren, wenn eine Oktave zwar eine herausragende Auflösung hat, dafür aber eine halbe Oktave weiter Überdeckungseffekte und zwei Oktaven entfernt Schwingungsartefakte auftreten. Das ist der Grundsatz für das AudioQuest Low-Z Power Noise-Dissipation-System.
Der Niagara 3000 verkörpert mehr als 20 Jahre gründlicher Forschung und bewährte Wechselstromprodukte für Audiophile, Rundfunktechniker und PA-Anlagen. Jedes einzelne Detail wurde überarbeitet: Im Niagara 3000 finden sich optimierte laufrichtungsgebundene Hochfrequenzleitungen, von den Jet Propulsion Laboratories und der NASA entwickelte Eingangskondensator-Formierungstechnologien sowie AC-Eingangs- und -Ausgangskontakte mit schwerer Versilberung auf extrem reinem Kupfer für den bestmöglichen Halt.
Eine großartige Anlage wird auf einem stabilen Fundament aufgebaut, und dieses Fundament ist der Strom. Mit dem AudioQuest Niagara 3000 werden Sie das erste Mal die Transparenz, Räumlichkeit, Frequenzerweiterung, Dynamik und Griffigkeit erleben, die ihre AV-Anlage schon längst hätte liefern können – hätte sie nur den richtigen Strom bekommen!
Wir laden Sie ein, den Niagara 3000 zu erleben und mit eigenen Ohren die beachtlichen Ergebnisse von hochoptimiertem Strommanagement zu hören: verblüffend tiefe Stille, atemberaubende Dynamik-Freiheit, herausragende Darstellung atmosphärischer Details und fantastische Abgrenzung von Instrumenten und Musikern im Raum. Wenn Sie das einmal erlebt haben, erscheint es so elegant, so logisch und so offensichtlich, dass Sie sich fragen werden, warum dies vorher noch nicht möglich war.
TECHNISCHE DATEN
- Leistungsspitzenkorrektur: max. 55 Ampere. Bietet ein Stromreservoir für jeden Leistungsverstärker (bis zu 25 ms)
- Lineare Noise-Dissipation-Technologie Klasse X: Differenzialfilterung (10 kHz–1 GHz mit mehr als 24 dB Reduktion) mit linearem Verlauf über mehr als 21 Oktaven, optimiert für verschiedene Netz- und Lastimpedanzen.
- Patentiertes Ground-Noise-Dissipation-System (alle Ausgänge): laufrichtungsgebundene Ableitung von Grundrauschen in 3 Stufen
- Zerstörungsfreier Überspannungsschutz: Hält mehrfach Überspannung und Stromspitzen bis 6000 V/3000 A ohne Schäden stand – ohne Klangbeeinträchtigung
- Maximale Eingangsnennstromkapazität: 20 A RMS (gesamt)
- Ausgänge: Quellen (5), Hochstrom (2)
- Abmessungen: 17,5" x 3,45" x 15,2" (B x H x T)
- Gewicht: 28.9lbs. (US); 13.1kg.
Audioquest Monsoon
Eine Stufe über dem Monsoon in der Stromkabel-Reihe von AudioQuest übernimmt das JAWS die hauseigenen Technologien (ZERO-Tech, RF/ND-Tech, Ground Noise Dissipation) mit zwei Weiterentwicklungen: Umstellung auf PSC+-Kupfer bei 100 % der Leiter (massiv statt verseilt) und Ergänzung einer Graphen-Schicht in der Abschirmung. Hier die C13-Version, europäischer Schuko auf der Wandseite und dreipoliger IEC-Stecker auf der Geräteseite, bis zu 16 A bei 220–240 V.
PSC+-Kupfer in massiven Leitern
Während der Monsoon einen Kern aus Long-Grain Copper mit einer Ummantelung aus Perfect-Surface Copper+ kombiniert, geht das JAWS auf 100 % PSC+. Das PSC+-Verfahren glättet die Oberfläche des Kupfers, um Verzerrungen durch Korngrenzen und Oberflächenunregelmäßigkeiten zu begrenzen.
Eine weitere grundlegende Entscheidung: massive Leiter (solid core) statt verseilter. Weniger Litzen, dafür größer. In einem verseilten Kabel erzeugen Litzen, die sich je nach Biegung nur intermittierend berühren, Intermodulationsverzerrungen bei Transienten, ein Phänomen, das AudioQuest seit Langem aus seinen Signalkabeln verbannen will. Die Anwendung bei Stromkabeln folgt derselben Logik.
Bei den Querschnitten basieren Phase und Neutralleiter jeweils auf 3,31 mm² (entspricht amerikanisch 12 AWG), der Schutzleiter auf 2,08 mm². Genug, um 16 A dauerhaft bei 220–240 V ohne nennenswerte Erwärmung zu führen.
ZERO-Tech und unkomprimierte Übertragung
Die meisten Stromkabel konzentrieren sich auf den Gleichstromwiderstand: Je dicker die Leiter, desto geringer ist er, desto besser fließt der mittlere Strom. Nur arbeitet Audio nicht ausschließlich im Gleichstrombetrieb. Wenn ein Verstärker den Einschlag einer Bassdrum oder das Tutti eines Orchesters ansteuert, fordert er für einige Millisekunden einen Stromspitzenwert an. In dieser Zeitskala zählt die charakteristische Impedanz des Kabels, nicht sein DC-Widerstand.
ZERO-Tech ist die Antwort von AudioQuest: eine Geometrie, die darauf abzielt, die von einer Transiente gesehene charakteristische Impedanz aufzuheben. Konkret werden Stromspitzenanforderungen nicht mehr vom Kabel selbst komprimiert. Wenn der Effekt hörbar wird, äußert er sich in mehr dynamischem Kontrast und festerer Kontrolle bei Pegelspitzen.
Vierlagige Abschirmung mit Graphen
Die Rauschbehandlung stützt sich auf zwei Bausteine. Zunächst RF/ND-Tech (US-Patent 8,988,168): eine Topologie zur Gleichtaktunterdrückung, die auf der Leitung induziertes Hochfrequenzrauschen ableitet. Danach Ground Noise Dissipation mit einer vierlagigen Abschirmung, von der eine auf Graphen basiert.
Graphen bleibt über einen sehr breiten Frequenzbereich leitfähig, was die Ableitung im Gigahertz-Bereich verbessert, also dort, wo klassische metallische Abschirmungen an Wirksamkeit verlieren. Die Drainage-Litzen selbst sind ebenfalls gerichtet: AudioQuest hört jede Kupfercharge ab, um die optimale Richtung zu bestimmen, dargestellt durch einen auf den Mantel gedruckten Pfeil.
Das Ganze zielt auf einen dunkleren Hintergrund und mehr erhaltene Mikroinformation ab, ein Unterschied, der vor allem bei sehr hochauflösenden Systemen wahrnehmbar wird, bei denen der elektrische Rauschboden nicht mehr von anderen Fehlern maskiert wird.
Kabelaufbau und Anschluss
Das JAWS weist einen Außendurchmesser von 18 mm auf. Ein ziemlich starres Kabel, nicht schwer zu verlegen, aber hinter dem Gerät sollte etwas Spiel bleiben, damit der IEC-Stecker nicht belastet wird. Wandseitiges Ende: europäischer Schuko mit zwei Polen plus Erde. Geräteseitiges Ende: IEC C13, der standardmäßige dreipolige Stecker für Quellen, Vorverstärker und Vollverstärker bis etwa zehn Ampere Dauerstrom.
Stromkapazität: 16 A RMS bei 220–240 V (50 oder 60 Hz). Darüber übernimmt die C19-Version desselben Kabels, mit einem geräteseitigen Stecker, der für 20 A ausgelegt ist.
Die Anschlussrichtung folgt dem auf den Mantel gedruckten Pfeil, zur Geräteseite hin. Umgekehrt funktioniert das Kabel, aber ohne den Vorteil der Richtwirkung der Leiter.
Wo das JAWS im System eingesetzt werden sollte
Das JAWS versorgt gleichermaßen Quellen und Verstärker, bei konstantem wie variablem Strombedarf. Bei einer Quelle (Netzwerkplayer, DAC, CD-Player, Phono) zählt vor allem die Ableitung von Hochfrequenzrauschen: Das Kabel wirkt auf den Rauschboden und die wiedergegebene Mikrodynamik.
Bei einem Vollverstärker oder Vorverstärker gewinnt ZERO-Tech an Bedeutung, da der Verstärker das Glied ist, das den Strom am variabelsten anfordert.
An einem Netzaufbereiter (PowerQuest, Niagara) kann das JAWS als Zuleitungskabel zwischen Wandsteckdose und Zentrale dienen; in diesem Fall kommt es allen dahinterliegenden Ausgangsbuchsen zugute. Wenn eine Endstufe bei länger anliegenden Spitzen mehr als 16 A zieht, sollte besser auf die C19-Version gewechselt werden.
Häufige Fragen zum JAWS
Was ist der Unterschied zwischen der C13-Version und der C19-Version?
C13 ist der standardmäßige dreipolige IEC-Stecker, der bei den meisten Quellen und Vollverstärkern zu finden ist. C19 ist größer, mit verriegelnder Aufnahme, und findet sich bei großen Endstufen und manchen High-End-Netzaufbereitern. Das Kabel bleibt dasselbe (PSC+-Kupfer, ZERO-Tech, RF/ND-Tech, Graphen-Abschirmung), nur der geräteseitige Stecker ändert sich, mit einer auf 20 A RMS erhöhten Kapazität gegenüber 16 A beim C13.
Muss eine Anschlussrichtung beachtet werden?
Ja. Die Leiter sind gerichtet: AudioQuest testet jede Kupfercharge, um die Richtung zu bestimmen, in der RF-Rauschen zur Erde statt zu empfindlichen Schaltungen abgeleitet wird. Ein auf den Mantel gedruckter Pfeil zeigt die Richtung zur Geräteseite an. Umgekehrt leitet das Kabel den Strom problemlos, aber ein Teil der Ableitungsarbeit geht verloren.
Was unterscheidet das JAWS vom Monsoon?
Der Monsoon verwendet True-Concentric-Leiter, die PSC+ an der Oberfläche mit LGC im Kern kombinieren. Das JAWS geht auf 100 % PSC+ in massiven Leitern, und sein Ground Noise Dissipation-System integriert eine Graphen-Schicht, die beim kleineren Modell fehlt. Die Grundlagen (ZERO-Tech, RF/ND-Tech, Richtwirkung) teilen sich beide Kabel.
Verfügt das JAWS über das 72-V-DBS-System?
Nein. Das batteriebetriebene Dielectric-Bias System, das bei den Kabeln der Storm Series (Blizzard, Thunder, Hurricane, Dragon) zu finden ist, ist hier nicht vorhanden. Das ist einer der Anhaltspunkte, die das JAWS in der Netz-Hierarchie der Marke unter diesen Modellen positionieren.
Technische Daten
Konstruktion und Leiter
- Massive PSC+-Leiter (Perfect-Surface Copper+)
- Massivleiter-Struktur zur Minimierung von Wechselwirkungen zwischen den Adern
- Reduzierung dynamischer Verzerrungen
- Kupfer mit sehr hoher Reinheit für eine bessere HF-Rauschableitung
- Optimierte Querschnitte
- Phase und Neutralleiter: 2 x 3,31 mm²
- Erde: 1 x 2,08 mm²
Proprietäre Technologien
- ZERO-Tech (charakteristische Impedanz null)
- Eliminierung von Impedanzfehlanpassungseffekten für einen unkomprimierten Stromtransfer
- RF / ND-Tech (Radio-Frequency Noise Dissipation)
- System zur Ableitung von Hochfrequenzstörungen über eine breite Bandbreite
- Ground Noise Dissipation (GND)
- Mehrschichtiges Abschirmsystem (4 Schichten einschließlich Graphen) zur effektiven Reduzierung von Masserauschen
- Direktionale Leiter und HF-Drainagedrähte
- Kontrollierte Ausrichtung der Leiter zur Ableitung von Störsignalen weg von empfindlichen Schaltkreisen
Steckverbinder und Stromversorgung
- Hochwertige Netzstecker: EU Schuko auf IEC C13 oder C19
- Unterstützte Stromstärke
- 20 A RMS bei 120 V (50 / 60 Hz)
- 16 A RMS bei 220–240 V (50 / 60 Hz)
Aufbau und Abmessungen
- Außendurchmesser: 18 mm
- Optimierte Geometrie zur Minimierung interner elektrostatischer Felder
- Hochleistungsisolierung für Stabilität des Netzsignals
Audiovorteile
- Deutliche Reduzierung des Grundrauschens
- Verbesserung der Dynamik und Mikrodetails
- Bessere Stabilität des Versorgungssignals
- Sauberere und präzisere Klangbühne
- Produktart
- Netzleisten
- Marke
- Audioquest
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